Der Tod beendet nicht jede Beziehung. Fürbitten sind ein Ausdruck davon, dass Verantwortung und Verbundenheit weiterbestehen. Dieser Text nähert sich dem Thema aus persönlicher Erfahrung und beschreibt Fürbitten als letzte, aber wichtige Hilfe für Verstorbene.
Familie, Bindung und alte Energien
Für andere bitten, füreinander da sein. Der Grundstock ist die Familie. Gegründet mit Liebe in jungen Jahren, hat man durch das Leben und seine Ereignisse einen neuen Zusammenhalt gefunden. Ein Miteinander zu lernen, ohne den eigenen Ehrgeiz durchzusetzen, ist ein großes Kunststück, das nicht immer gelingt.
Der Grund für ein Scheitern sind immer alte Energien, die aus vergangenen Leben in dieses neue Leben hineinspielen. Es sind die gleichen Konflikte, die in früheren Leben schon einmal als Paar Schwierigkeiten bereitet haben. Sie müssen im neuen Leben wieder auftauchen, da sie im letzten Leben nicht gelöst wurden.
Unsere Seelen erwarten am Ende eines Lebens immer einen gerechten Ausgleich aller Taten.
Fürbitten nach dem Tod
Fürbitten, also für andere zu bitten, gab und gibt es schon sehr lange. Die letzte Fürbitte für einen Menschen ist oft die, die ein Priester am Grab eines Verstorbenen ausspricht. Doch sie kommt zu früh, denn der Verstorbene weiß nicht immer, was er in seinem vergangenen Leben alles Unrechtes getan hat. Jeder Mensch braucht eine Weile, bis er sich drüben zurechtfindet. Er braucht eine Zeit des Nachdenkens. Manchmal helfen Engel in dieser Zeit. Auch dort ist alles eine Frage der Erkenntnis.
Glaube, Entscheidung und Verantwortung
Ich habe im Laufe der letzten Jahre immer wieder Seelen ins Licht bringen können. Ob sie in Gruppen zu mir kamen oder einzelne Seelen – ich konnte ihnen helfen. Viele Bekannte und Verwandte sowie Menschen aus dem öffentlichen Leben kamen zu mir, oder ich rief sie und fragte, ob sie ins Licht möchten.
Natürlich ist es einfach, etwas zu schreiben, denn beweisen kann ich es nicht. Es ist eine Glaubensfrage: Glaube ich an Gott, an einen Himmel, an Engel und an die sogenannten verlorenen Seelen, oder lehne ich alles ab, was mit dem Glauben zu tun hat?
Es ist sehr schade, dass sich viele Menschen vom Glauben abgewandt haben. Doch jeder Mensch kann sich immer wieder neu für ihn entscheiden. Diese Entscheidung muss aber auf Erden getroffen werden. Wer erst einmal drüben ist, kann sie nicht mehr nachholen.
Glaube kann nicht gelernt werden, er muss wachsen. Jeder muss sich bewusst dafür entscheiden. Er muss sich dafür entscheiden, in Liebe zu leben – in Liebe zu sich selbst und zu seiner Umwelt. Dieser Weg ist nicht leicht, aber er führt auf jeden Fall in den Himmel. Alles, was ich hier schreibe, soll nur eine Erinnerung sein. Ich kann niemanden überzeugen, wenn er sich nicht überzeugen lassen will.
Die Bedeutung der Fürbitte
Fürbitten – kommen wir auf sie zurück. Sie ist die letzte Handlung, die ein Mensch für einen Verstorbenen tun kann. Man braucht nur aus gläubigem Herzen heraus Jesus zu bitten, er möge dieser Person oder Seele helfen, ins Licht zu gehen. Die meisten Seelen wissen nicht, wie man ins Licht gehen kann, denn niemand konnte es ihnen sagen.




