„Alles besteht aus Energie. Da ich aber kein Wissenschaftler bin, kann ich darüber auch nicht viel schreiben. Allerdings habe ich gelesen, dass die Wissenschaft immer kleinere Formen der bereits bekannten Energie gefunden haben will. Die Messwerkzeuge sind aber immer noch zu grob, um beispielsweise über die Modelle der Quantenmechanik hinaus noch etwas zu beweisen. Eines hat sich allerdings herausgestellt: Geglaubt wird nur das, was man sehen und anfassen kann. Was man nicht beweisen kann, wird auch nicht geglaubt.
Am besten gefällt es mir, wenn die Menschen der verschiedenen wissenschaftlichen Fakultäten sich gegenseitig Unkenntnis der Materie vorwerfen. Das Machtspiel aus den Köpfen der einzelnen Wissenschaftler, bei denen sich die Kenntnisse ihrer Lehrfächer überschneiden, herauszubringen, ist fast unmöglich. Es fehlt ihnen auch an Toleranz dem Nächsten gegenüber. Ich will damit nicht sagen, dass sie unfähig seien, sondern ich bedaure oft nur ihre Glaubwürdigkeit, die bei einem Streit verloren geht.
Viele Menschen haben Fähigkeiten, die wir als Grenzfähigkeiten bezeichnen. So auch Marianne. Sie ist Sender und Empfänger in einer Person.
Es ist für jeden Menschen, der diese Fähigkeit hat, sehr schwer, dem anderen etwas Glaubhaftes zu sagen, wenn er es nicht glauben will. Aus diesem Grund gibt es auch einen schönen Satz, der da heißt: Sprich nie über deine Fähigkeiten, wenn der andere nicht danach fragt. Sage aber immer die Wahrheit und leugne nichts.
Ich bin heute schon froh, wenn sich die verschiedenen Menschen mit ihren außergewöhnlichen Gaben zu erkennen geben. Vor einigen Jahrhunderten war solch eine Offenheit tödlich.
Wenn man es genau nimmt, sind diese Fähigkeiten nichts anderes als ein Empfangen und Senden von Energieeinheiten. Alles, was lebt, strahlt in irgendeiner Form Energie aus. Die Strahlen unseres Gehirns oder die Energie, die beim Denken freigesetzt wird, können bis heute nur wenige Menschen empfangen. Diese Menschen sind wie der Empfänger eines Radios. Sie empfangen nur ein ganz bestimmtes Signal und können es auswerten.
Obwohl man für jeden Gedanken bereits ein spezielles Wellenmuster belegen kann, ist die genaue Messung dieser ausgestrahlten Energie nicht befriedigend – aber auch das wird sich noch ändern.
Auf der Ebene der Feinstofflichkeit ist das kein Problem mehr. Dort kann jeder unsere Gedanken empfangen.
Unser Schutzengel zum Beispiel würde uns gerne antworten, wenn wir ihm zuhören würden. Aber die Zeit nimmt sich keiner, obwohl jeder weiß, wie es geht. Es ist die schnelle innere Stimme, die wir immer wieder in uns hören. Jeder kennt eine solche Situation: Es wird eine schnelle Entscheidung erwartet, und wir wissen nicht, wie wir uns entscheiden sollen. Plötzlich spüren wir eine Idee, einen Gedanken. Im Nachhinein stellen sich solche Ideen meistens als die „richtigen“ heraus, und der Volksmund bezeichnet es als eine Entscheidung aus dem Bauch. Die innere Stimme ist die Stimme von der anderen Seite unseres Daseins. Man kann diese Stimmen auch bewusst hören; es benötigt nur ein wenig Geduld und vor allem viel Ruhe im Kopf. Wer es üben will, sollte am Anfang nur kleine Fragen stellen, die mit Ja und Nein beantwortet werden können. Wenn das Ja oder Nein dann schneller im Kopf ist, als man selbst denken kann, ist der Kontakt schon hergestellt. Es ist natürlich ein langer Weg, bis man eine gewisse Perfektion erreicht hat.
Es gibt aber noch eine andere Art der Weitergabe von Energie. Wir kennen sie alle, wir nennen sie nur anders und benutzen sie auch dementsprechend. Es ist die sogenannte Meinungsbildung. Wir Wissenden sagen dazu kollektives Denken.
Dieses kollektive Denken erzeugt ein Kollektivbewusstsein. Dieses Bewusstsein ist mit seiner Energie dazu fähig, sich vollkommen selbständig weiterzuentwickeln. Ich werde an ein paar Beispielen klar machen, wie es funktioniert und wie es auch ausgenutzt werden kann. Eigentlich kennt jeder diesen Werdegang der Gedanken, nur hat man ihn sich meistens noch nie bewusst gemacht.
Nehmen wir einmal unsere Wirtschaft. Sie lenkt unsere Gedanken mit der Reklame ihrer Fabrikate genau in die Richtung, die für sie zu einem hohen Gewinn führt. Wir werden so lange mit ihrer guten Meinung bombardiert, bis wir es alle glauben, obwohl wir uns nie vom Gegenteil überzeugt haben. Wir glauben ihnen einfach. Wenn wir dann noch – wie bei einem Autokauf – großes Glück hatten, dass es zu Anfang keine Reparaturen gegeben hat, fangen wir bereits zu schwärmen an. Der Nachbar mit einem Montagsauto kann das natürlich nicht. Der Schwärmer wird immer einen größeren Meinungskreis um sich versammeln, denn seine Begeisterung steckt viele Mitmenschen an. Der Besitzer eines Montagsautos wird höchstens bedauert.
Eine Begeisterung lässt sich schnell auf andere Menschen übertragen. Wenn das Interessengebiet auch noch das gleiche ist, kennt die Begeisterung meist keine Grenzen. Dies wird auch durch unsere Fernsehwerbung ausgelöst. Weltweit gibt es im Fernsehen Verkaufssendungen, sogar ganze Sender, die sich vollständig darauf spezialisiert haben. Die Wirtschaft hat erkannt, wie man mit gleichgesinntem Denken Geld verdienen kann.
Aber auch unsere politischen Parteien wissen, wie man das Volk begeistern kann. Wenn ein Politiker sich und seine Partei nicht gut verkaufen kann – sprich: nicht gut reden und begeistern kann –, wird er nicht gewählt.
Den größten Redner, den Deutschland in den letzten 100 Jahren gehabt hat, war meines Erachtens der Propagandaminister des Dritten Reiches, Goebbels. Ich sehe heute noch den Film, in dem er das deutsche Volk fragte: „Wollt ihr den totalen Krieg?“ Die Antwort war einstimmig: „Ja!“
Hier hatte das kollektive Denken eines Teils eines Volkes, heraufbeschworen durch einen einzigen Redner, einen Krieg mit herbeigerufen, den es dann auch bekommen hat.
Dieses kollektive Denken hat eine ungeheure Macht. Es ist wie eine gedankliche Wolke, die sich über den Köpfen der begeisterten Menschen bildet. Es spielt beim Kollektivdenken keine Rolle, ob die Menschen mit dem gleichen Gedanken beieinander stehen oder weit entfernt sind. Diese Bestimmungsenergie, die den gleichen Gedanken sucht, trifft sich im freien Raum mit diesen gleichen Gedanken und fügt sich zu einem Kollektivgedanken zusammen. Je größer diese Energie der Gleichgesinnten ist, umso mächtiger kann sie wirken. Die Macht der Gedanken ist unbegrenzt. Niemand kann dieser Macht widerstehen.
Dummerweise gibt es nur negative Beispiele von der Größe dieser Macht. Zu diesen Beispielen gehört nicht nur der Zweite Weltkrieg, sondern auch jeder Religionskrieg. Als unser Volk das Töten am Ende des Krieges nicht mehr wollte, wurde dieser Krieg durch den Sieg der Alliierten eingestellt.
Im Kapitel „Spirit“ wurde bereits von diesem kollektiven Denken gesprochen. Jetzt möchte ich den Gedanken vom Geist des Vaters noch ein wenig vertiefen. Unsere Helfer auf der anderen Seite unserer Dimension – alle unsere Familienmitglieder, alle unsere Engel, die uns immer helfen – warten nur darauf, dass wir sie bewusst rufen. Nehmen wir einmal an, die Menschen wären in der Lage und auch willens, all ihre Gedanken auf den Frieden und die Liebe zu konzentrieren. Welch eine Macht würde uns zur Verfügung stehen. Wenn dann noch die Bitte um Hilfe nach drüben ausgesprochen wird – denn eine solche Bitte kann nicht überhört werden –, wer könnte einer solchen Macht der Liebe widerstehen?„
(Ausschnitt aus meinem Buch „Wir sind alle Teil des Ganzen“, S. 173.
Dies war das erste Buch meiner Zusammenarbeit mit meiner lieben Frau Maria und gibt auch heute noch allen interessierten Lesern eine gute Basis und Hintergrundwissen.)
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