Seit meiner Jugend begleitet mich die Frage nach Gott und danach, was ein Mensch von ihm erwarten darf. Mit den Jahren haben sich daraus viele eigene Erfahrungen und Erkenntnisse entwickelt. Dabei ist für mich immer deutlicher geworden, dass die Liebe eine besondere Bedeutung für unser Verhältnis zu Gott und zu unseren Mitmenschen hat. Vielleicht lohnt es sich deshalb, einmal darüber nachzudenken, wie dieses Verhältnis in Zukunft aussehen könnte.
Es fing vor langer Zeit an. Ich war noch ein Junge von 14 Jahren, als ich auf die Idee kam, ich könnte ja einfach einmal die Bibel lesen. Ich las sie, doch heute weiß ich, dass ich sie natürlich nicht verstanden habe. Es war aber nicht alles vergessen, denn später, als ich in der katholischen Kirche in der Messe aus der Bibel lesen durfte, fielen mir viele Stellen ein, die mir dort wieder einfielen.
Mir fällt gerade das Gespräch von Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen in Johannes 4,1 bis 26 zum Nachlesen ein, wer es möchte. Es geht in dem Text um das Wasser des Lebens und die Anbetung des Vaters oder Gott.
Was wir von Gott erwarten
Ich habe gerade Gott gefragt, ob es viele Menschen sind, die ihn anrufen. Anrufen mit einem liebenden Herzen. Es sind nicht viele. Die meisten wollen nur immer etwas, was sie von ihm nicht bekommen können. Sie vergessen alle, dass wir schon alles haben. Wir brauchen uns nur dafür zu bedanken, dass wir unser Leben haben und einen freien Willen, der uns dabei hilft, alles, was wir uns wünschen, zu bekommen.
Wer dann wirklich mal Hilfe braucht, sollte nicht um mehr Geld und sonst was bitten, sondern um die fehlende Liebe oder die Einsicht, was man alles ändern könnte, um dorthin zu kommen, wo man hinwill. Alles kommt dann von ganz alleine. Wem das alles zu langsam geht, der darf auch noch um Geduld bitten.
Ich habe in einem anderen Beitrag darüber geschrieben, dass wir aus Gottes Energie entstanden sind. Das besagt aber auch, dass wir durch seine Energie in eigener Verantwortung für alles selbst verantwortlich sind. Jeder Mensch trägt die gleiche Verantwortung, jeder, wie er oder sie in seinem Aufgabengebiet Verantwortung tragen kann. Die Liebe, die wir alle für dieses Leben in uns tragen, wird uns immer helfen.
In einem weiteren Beitrag habe ich über die Gesundheit, aber auch über Krankheiten geschrieben und wie man sie wieder abgeben kann. Abgeben durch eine Bitte an Jesus oder Spirit, bei vielen den Heiligen Geist genannt. Jeder, der es möchte, kann natürlich auch Gott, den Vater aller Menschen, selbst anrufen.
Liebe, Verantwortung und Konsequenz
Natürlich ist es jedem Menschen selbst überlassen, wie er sein Leben gestaltet. Es kann mit Liebe und Zufriedenheit durchlebt werden oder auch mit Hass, Gleichgültigkeit, Eifersucht und außerhalb der Liebe.
Ich möchte mich an den Titel dieses Beitrages halten und fragen: Gibt es nur Menschen, die alle machen können, was sie wollen, und alle Regeln dieser Welt missachten? Glaubt ihr wirklich, dass ihr ungeschoren davonkommt? Glaubt ihr wirklich, dass es keine Konsequenz gibt? Wir alle müssen keine Helden sein, um in den Himmel zu kommen, wir sollten nur in der Liebe leben.
Ich habe in der letzten Vergangenheit viele Seelen in den Himmel gehen lassen dürfen, aber es waren wirklich keine Führungskräfte dabei. Es waren immer nur Menschen, die immer bemüht waren, die Gesetze der Liebe zu erfüllen, auch wenn sie es nicht immer schaffen konnten, denn die Obrigkeit war dagegen. Aber es waren auch die Nachbarn, die mit ihrem Gerede vieles verhinderten.
Ich habe bei verschiedenen Gelegenheiten die Seelen von Priestern und Päpsten gefragt, ob sie Gott einmal im Leben nach der Richtigkeit ihres Tuns gefragt haben. Die Antwort war für mich keine Überraschung, aber doch erschütternd. Es kam immer ein Nein. Das hieß und heißt es heute noch: Sie sagten und dachten immer ohne den Segen Gottes. Natürlich sind nicht alle Priester und Päpste so gewesen.
Was wollte Jesus den Menschen sagen?
An was könnte Jesus wirklich gedacht haben, als er uns, den Menschen, seine Ideen vom Glauben erzählt hatte? War es nicht der einzelne Mensch, der angesprochen war? Die Beispiele sind vielfältig und waren alle für Menschen gedacht.
Vielleicht ist es gar nicht so schwer, ein Verhältnis zu Gott zu finden. Wir müssen keine besonderen Menschen sein und auch keine Helden werden. Es reicht, wenn wir versuchen, in der Liebe zu leben und unsere Verantwortung selbst zu übernehmen. Vielleicht beginnt genau dort ein neues Verhältnis zwischen Gott und den Menschen.




